Solarstrom

Ein Viertel der deutschen Stromversorgung soll bereits im Jahr 2020 durch erneuerbare Energien geschaffen werden. Gleichzeitig könnten 110 Mio. Tonnen an klimaschädlichem Kohlendioxid (CO2) eingespart werden - doppelt so viel wie heute. Die Kosten bleiben vertretbar. Dies prognostiziert eine Studie des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), des Wuppertal Instituts für Klima, Umwelt und Energie und des Zentrums für Sonnenenergie und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW), die Bundesumweltminister Sigmar Gabriel am 19.01.2006 der Öffentlichkeit vorgestellt hat.

Download der Studie des Bundesumweltministerium

In einer Studie für das Bundeswirtschaftsministerium vom Frühjahr 2005 prognostizierten die Institute Prognos und EWI, dass Erneuerbare Energien im Jahr 2030 38% der Kraftwerkskapazität, 26% der Bruttostromerzeugung und 11,5% des Primärenergieverbrauchs bereitstellen. Bisher gingen sie jedoch von weitgehend gleich bleibenden Verhältnissen aus: Grundlage der Prognose war u. a. die Annahme, dass der Kohlepreis bis zum Jahr 2030 relativ stabil bleibt und der Preis für Rohöl bis 2030 auf 37 US-Dollar/Barrel (realer Wert bezogen auf das Jahr 2000) steigt, d.h. nominal auf etwa 60 Dollar. Allerdings hat der Rohölpreis bereits im August 2005 die 64-Dollar-Marke durchbrochen und auch der Preis für Steinkohle ist deutlich gestiegen. Insofern werden die Bedingungen für die Erneuerbare Energien immer besser. (Quelle: Forschungsverbund Sonnenenergie)

Die Aussichten sind also positiv. Das heutige Regierungsbündnis wird die Förderung weiterführen. Forschungen im Feld der Erneuerbaren Energien haben eine hohe Priorität. Besonders der stetig steigende Rohölpreis sowie die politische Instabilität der Förderländer, werden wohl dafür sorgen, dass das Ringen um alternative Energiequellen eher mit mehr als mit weniger Nachdruck geführt wird. Die Aktien der Solarmodulhersteller werden an der Börse hoch bewertet. Das Investitionsklima ist günstig.

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